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Bewertungsrubrik für Portfolioarbeiten

Diese Rubrik unterstützt eine faire und nachvollziehbare Bewertung von Portfolio-, Projekt- oder Fallstudienleistungen im Kurs. Sie trennt klar zwischen Pflichtanforderungen und Kürleistungen, damit technische Zusatzfeatures nicht überproportional belohnt werden.

Grundlogik

  1. Zuerst wird geprüft, ob die Pflichtanforderungen erfüllt sind.
  2. Danach wird die Qualität der Arbeit entlang mehrerer Kriterien bewertet.
  3. Zusatzfunktionen wie Cloud-Deployment, aufwendige Oberflächen oder erweiterte Modelle verbessern die Bewertung nur dann, wenn der Kern bereits sauber umgesetzt ist.

Pflichtanforderungen

Eine Arbeit sollte mindestens Folgendes erfüllen:

  • eine klar erkennbare Fragestellung oder Problemdefinition
  • eine lauffähige Grundlösung mit nachvollziehbarem Kernworkflow
  • eine fachlich plausible Daten- oder Modellierungsentscheidung
  • eine kurze, verständliche Dokumentation des Vorgehens
  • eine erkennbare Eigenleistung bei Anpassung, Auswahl oder Auswertung

Wenn diese Basis nicht erfüllt ist, sollte die Arbeit nicht allein durch Zusatzfeatures kompensiert werden.

Bewertungsbereiche

Jeder Bereich kann mit 0 bis 3 Punkten bewertet werden.

1. Problemdefinition und Zielklarheit

  • 0 Punkte: Ziel unklar oder fachlich nicht nachvollziehbar.
  • 1 Punkt: Ziel grob erkennbar, aber unscharf oder kaum eingegrenzt.
  • 2 Punkte: Ziel klar formuliert und für die gewählte Lösung passend.
  • 3 Punkte: Ziel präzise formuliert, sinnvoll abgegrenzt und fachlich gut begründet.

2. Technische Grundlösung

  • 0 Punkte: Lösung nicht lauffähig oder nur in Fragmenten vorhanden.
  • 1 Punkt: Grundidee erkennbar, aber mit deutlichen technischen Lücken.
  • 2 Punkte: Kernfunktion lauffähig und im Wesentlichen stabil.
  • 3 Punkte: Lösung sauber aufgebaut, belastbar demonstrierbar und technisch stimmig.

3. Datenarbeit und Modellierung

  • 0 Punkte: Daten- oder Modellwahl nicht nachvollziehbar.
  • 1 Punkt: einfache Umsetzung ohne erkennbare Begründung.
  • 2 Punkte: Auswahl und Anwendung sind fachlich plausibel.
  • 3 Punkte: Auswahl, Vergleich oder Einordnung sind fachlich reflektiert und gut begründet.

4. Dokumentation und Reflexion

  • 0 Punkte: Vorgehen kaum dokumentiert.
  • 1 Punkt: einzelne Schritte dokumentiert, aber lückenhaft.
  • 2 Punkte: Vorgehen, Ergebnisse und Grenzen nachvollziehbar dokumentiert.
  • 3 Punkte: gute Dokumentation mit reflektierter Einordnung, Grenzen und sinnvollen nächsten Schritten.

5. Darstellung, App oder Nutzerbezug

  • 0 Punkte: Ergebnisse schwer nachvollziehbar oder nicht sinnvoll zugänglich gemacht.
  • 1 Punkt: einfache Darstellung ohne klare Führung.
  • 2 Punkte: sinnvolle Darstellung, App oder Visualisierung vorhanden.
  • 3 Punkte: Darstellung ist verständlich, zielgerichtet und unterstützt die fachliche Aussage deutlich.

Gewichtungsvorschlag

Für eine kompakte Kursbewertung ist folgende Gewichtung praktikabel:

  • Problemdefinition und Zielklarheit: 20 %
  • Technische Grundlösung: 25 %
  • Datenarbeit und Modellierung: 25 %
  • Dokumentation und Reflexion: 20 %
  • Darstellung, App oder Nutzerbezug: 10 %

Diese Gewichtung belohnt die inhaltliche und methodische Qualität stärker als reine Oberfläche.

Kürleistungen

Kürleistungen eignen sich für die Differenzierung im oberen Leistungsbereich, sollten aber nicht als Pflicht behandelt werden.

Typische Kürleistungen sind:

  • zusätzliche Modellvergleiche oder sauber begründete Erweiterungen
  • erweiterte Visualisierung oder bessere App-Führung
  • Deployment einer App oder eines Dashboards
  • einfache Tests, Monitoring-Ideen oder reproduzierbare Abläufe
  • reflektierte Diskussion von Grenzen, Risiken und Alternativen

Praktische Empfehlung für die Benotung

Ein robuster Bewertungsweg im Kurs ist:

  1. Pflichtanforderungen abhaken.
  2. Die fünf Bewertungsbereiche jeweils mit 0 bis 3 Punkten einschätzen.
  3. Kürleistungen erst danach als qualitative Aufwertung heranziehen.

Für den Kursbetrieb ist es sinnvoll, Arbeiten mit sauberem Kern und guter Reflexion höher zu gewichten als technisch ambitionierte, aber instabile Zusatzlösungen.

Passung zum Repository

Diese Rubrik passt bewusst zur Struktur dieses Repositories:

  • Woche 1 bis 4 liefern den stabilsten Pflichtkern.
  • Woche 5 und 6 eignen sich gut für fachliche Vertiefung.
  • Woche 7 sollte in Bewertungen eher als optionaler Ausbau oder als Demonstrationsmodul verstanden werden.

Damit bleibt die Bewertung fair gegenüber Studierenden mit unterschiedlicher Hardware, Vorerfahrung und verfügbarer Zeit.